Thursday, March 28, 2013

Gosi 5 Monate


Gosi ist nun fünf Monate alt. Er ist 10,5kg schwer und hat ein Stockmaß von 41-42cm. Ein richtiger Lausbub. Der Zaun im Garten ist längst kein wirkliches Hindernis mehr und die Düfte der weiten Wildnis dahinter nur zu verlockend.
Die Spaziergänge sind inzwischen auch so lange, dass sich das ganze Umgeziehe: Winterhosen, Winterjacken, Winterschuhe - hat jeder Mütze, Schal und Handschuh ... also das ganze An- und Ausziehen steht in Relation zum Draussen sein. Gottseidank gibt es Schleppleinen (Danke Jutta!!), so dass Vögel nur noch 5-10m und nicht bis zum Horizont verfolgt werden können.

Am Strand darf man natürlich mehr ausprobieren.
Die Wellen kommen aber auch immer wieder auf einen zu gerollt - unverschämt und frech ist das: weg! weg!
Nagut, wenn ihr nicht geht, dann jage ich eben davon.

Henry de Matherlandt (franz Schriftsteller 1895-1972): "Ein Hund, der bellt, ist mehr wert, als ein Mensch, der lügt."

Für diese Art von Ausflug braucht man Gosi wenigstens nicht in ein Wintermäntelchen packen, er ist gerade richtig angezogen.

Johann Gottfried Herder (1744-1803): "Schätze den Hund nicht nach seinen Haaren, sondern nach seinen Zähnen."







Hejhoh und ne Buddel Rum!

Und ein Zitat von Franz von Assisi hab ich noch, anlässlich unseres neuen Papstes Franziskus I.:
"Dass mir der Hund das Liebste sei,/ sagst du o Mensch sei Sünde?/ Der Hund blieb mir im Sturme treu/ der Mensch nicht mal im Winde."



Tuesday, March 19, 2013

Island ist doch weit weg

Heute ist es passiert: der letzte Milchzahn ist rausgefallen, naja eher raus gespielt. Beim Spielen mit dem Tau macht es plötzlich pling und der klitzekleine Winzzahn lag auf dem Boden. Das neue Gebiss sieht noch ein wenig zu groß aus; fast als hätte sich Gosi aus Versehen das Gebiss eine Nummer zu groß und zu blank eingesetzt.
Das Wetter ist für einen Isländer herrlich, endlich kann man mit dem Wind heulen und seinen warmen Pelz in den Schneewehen kühlen.



Wir Menschen müssen frieren, da kann man sich noch so warm und noch so viele Schichten anziehen, der Ostwind fährt einem durch die Glieder. Gestern war es unserm Hund aber dann doch auch zu toll. Der Wind pfiff nur so über den Boden.



So stark, dass unsere Einfahrt meterhoch mit Schnee verweht war und das Grunsstück nur zu Fuß verlassen werden konnte. Es half nichts. Die Kinder mussten ja von der Schule und dem KiGa (für NichtEltern: Kindergarten) abgeholt werden. Also den Kleinsten auf den Rücken geschnallt und den Hund an die Leine. Tapfer stapften wir durch die leeren Straßen. Immer im Windschatten der Häuser. Wir sanken in die Wehen teils knietief (also natürlich nur ich, Gosi eher bauchtief) ein und der Wind trieb den Schnee erbarmungslos vor sich her. Gosi genoss es anfangs sehr. Er versuchte den Schnee zu fangen und mit dem Wind zu laufen. Ich ließ es zu, dass er an der Leine zog, da es meinem Vorankommen enorm entgegen kam.



Doch bis zur Schule sind es drei Kilometer und das letzte Stück ist ungeschützt; d.h. keine Häuser, Bäume oder Hecken stehen am Wegesrand und könnten so den Wind abhalten. Der Wind traf uns mit voller Wucht und mit ihm der Schnee, der nun waagrecht angepfiffen kam. Hier suchte unser kleiner Hundi dann tatsächlich Schutz in meinem Windschatten. Island ist doch weiter weg als man so glaubt.
Heute war schulfrei. Und unser Nachbar Tobias hat die Einfahrt mit seinem Trecker frei geräumt (Kai und Tobias mussten den Trecker auch nur einmal freischaufeln, als er in einer Wehe versank). Es war nicht ganz so stürmisch, und so vergnügten sich Kinder und Hund im Schnee.